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 Betreff des Beitrags: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 23.01.2007, 11:43 
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Hallo zusammen!


Ich habe vor kurzem den IPcop an VDSL von der T-Com ausprobiert, hier meine Erkenntnisse / Fragen:

1. Die T-Com verwendet 801.2p-VLAN-Tagging mit der ID 7. Dies wird nativ nicht vom IPcop unterstützt. Es läßt sich mit folgendem Trick trotzdem realisieren:

In der /var/ipcop/ethernet/settings folgende Eintragungen ändern (ausgehend von eth1 als rotem Interface):

Code:
RED_DEV=eth1.7
RED_DRIVER=8021q


In der /etc/rc.d/rc.network:

Code:
# The 'for' loop force driver loading order
for NIC in 0 1.7 2 3
    ETHX="eth${NIC}"


In der /etc/rc.d/rc.netaddress.up:

Code:
eval $(/usr/local/bin/readhash /var/ipcop/ethernet/settings)

echo "Setting VLANs"
ifconfig eth1 0.0.0.0 up
vconfig add eth1 7


2. Es gilt die Einschränkung, daß offenbar das IPTV-Streaming nicht ohne weiteres funktioniert, da es z.T. auf Multicast basiert. Dort werden IGMP-v3-Pakete benutzt, um Multicast-Gruppen zu abonnieren. Weiß jemand, wie man das anpaßt? Soweit ich verstanden habe, scheitert das bereits am Support im IPcop-Kernel, ich gehe aber davon aus, daß man in den Firewall-Regeln auch etwas tun muß.

3. Außerdem ist das Traffic Shaping für VDSL unbrauchbar, da es den Downstream zu stark limitiert (bei mir auf ca. 250 KByte/s). Erst, wenn man Traffic Shaping abschaltet, bekommt man höhere Raten. Und: Ja, ich habe die Bandbreiten in KBit/s und mit Headroom angegeben!

4. (Neu) Da IPTV-Streaming auf Multicast basiert, hat man ggf. damit Probleme, wenn der an das grüne Interface angeschlossene Switch kein Multicast beherrscht. Dies kann entweder zum Anhalten der Streams nach 5 Sekunden oder zu Überlastung des Switch führen, wodurch Störungen auftreten. Eine Alternative könnte der direkte Anschluß der Settop-Box an das blaue Interface sein.


cheers,


Zuletzt geändert von meyergru am 29.01.2007, 11:09, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.01.2007, 13:49 
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Also cat /proc/net/igmp spuckt "No such file or directory" aus.
Der IPCop Kernel ist also ohne IGMP-Unterstützung kompiliert.
Das heisst für dich einen eigenen Kernel mit CONFIG_IP_MULTICAST=y backen.
Zu den Firewall-Regeln kann ich nicht viel sagen, aber

Code:
# IGMP noise, log & drop
iptables -A INPUT -i ethx -p 2 -j LOG   --log-prefix "IPTABLES IGMP-IN: "
iptables -A INPUT -i ethx -p 2 -j DROP


erscheint mir recht sinnvoll.

QOS ist auch so eine Sache wo sich lieber andere zu Wort melden.


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 Betreff des Beitrags: Re: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 29.01.2007, 08:26 
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Beiträge: 1002
meyergru hat geschrieben:
2. Es gilt die Einschränkung, daß offenbar das IPTV-Streaming nicht ohne weiteres funktioniert, da es z.T. auf Multicast basiert. Dort werden IGMP-v3-Pakete benutzt, um Multicast-Gruppen zu abonnieren.


Ich habe keine Ahnung vom T-Home-Angebot, aber ich meine mich zu erinnern, dass lediglich das Betriebssystem der SetTop-Box in einer Endlosschleife via Multicast gesendet wird; die eigentlichen Content-Streams sollten via Unicast kommen.
Ich mag da aber auch komplett daneben liegen, will das gar nicht ausschließen ;)

Zitat:
Weiß jemand, wie man das anpaßt? Soweit ich verstanden habe, scheitert das bereits am Support im IPcop-Kernel, ich gehe aber davon aus, daß man in den Firewall-Regeln auch etwas tun muß.


Jupps, du musst einen neuen Kernel übersetzen; ist aber wirklich relativ einfach, da du nichts patchen musst, sondern nur die .config ergänzen musst (am einfachsten wäre es vielleicht, wenn du die Developer-"Edition" des Cops nimmst, dann nach /usr/src/linux gehst, und dort ein 'make oldconfig' gefolgt von einem 'make menuconfig' eingibst, dann landest du in einem TUI - bei Interesse suche ich dir auch den kompletten Weg zur Multicastaktivierung raus, ist aber nicht sooo gut versteckt - alternativ kannst du auch die Datei .config direkt anpassen, das TUI macht dich allerdings auf Fehler aufmerksam).

Für die Firewallregeln müsste man wissen, was genau von wo kommt; der Cop loggt alles mit (naja, per default IIRC 10/minute oder so, sollte aber ausreichen), wenn du hier Firewalllogs hast ginge das einfacher.

Zitat:
3. Außerdem ist das Traffic Shaping für VDSL unbrauchbar, da es den Downstream zu stark limitiert (bei mir auf ca. 250 KByte/s). Erst, wenn man Traffic Shaping abschaltet, bekommt man höhere Raten. Und: Ja, ich habe die Bandbreiten in KBit/s und mit Headroom angegeben!


Nutzt du einen der QoS-Mods, oder den Wondershaper des Cops?


Wie ist denn der Aufbau insgesamt - du musst doch sicher auch den Router der T-Com nutzen, wegen der Telefonie, oder?

Da dieses Problem in absehbarer Zeit sicher viele IPCop-User betreffen wird (Hansenet nimmt ja auch ganz viele italienische Euro in die Hand und kauft wie besessen das entsprechende Equipment, bisher senden sie aber nur in Hamburg und Lüneburg, Arcor und Versatel planen auch schon relativ konkret, wie mir scheint, und die Kabelnetzbetreiber haben die Pläne noch eine Weile länger in der Schublade liegen) wäre das eine ganz interessante Geschichte. Wenn du experimentierfreudig bist - hier finden sich sicher ein paar interessierte Leute, die daran mitarbeiten würden.


Gruß
Sven

_________________
Sehnst Du Dich nicht auch nach den Tagen zurück,
als Männer noch Männer waren
und ihre Gerätetreiber selbst geschrieben haben
(L. Torvalds, 1992)


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 Betreff des Beitrags: Re: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 29.01.2007, 09:59 
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Beiträge: 13
SvenF hat geschrieben:
Ich habe keine Ahnung vom T-Home-Angebot, aber ich meine mich zu erinnern, dass lediglich das Betriebssystem der SetTop-Box in einer Endlosschleife via Multicast gesendet wird; die eigentlichen Content-Streams sollten via Unicast kommen.


Nein. Die gestreamten Programme kommen per Multicast von sogenannten D-Servern (siehe ganz unten). Nur direkt nach dem Umschalten wird kurz per Unicast übertragen, um keine Umschaltpause entstehen zu lassen. Bei zeitversetztem Anschauen ist das natürlich anders.

Zitat:
Jupps, du musst einen neuen Kernel übersetzen; ist aber wirklich relativ einfach, ...


Das war mir schon klar. Ich wollte nur den Aufwand sparen, falls es hinterher noch weitere Probleme gibt. Habe es mittlerweile gemacht. Ist einfach, dauert aber lang (mehrere Stunden).

Zitat:
Für die Firewallregeln müsste man wissen, was genau von wo kommt; der Cop loggt alles mit (naja, per default IIRC 10/minute oder so, sollte aber ausreichen), wenn du hier Firewalllogs hast ginge das einfacher.


Ich habe es noch nicht probiert, keine Zeit im Moment. Außerdem ist der Einsatz des IPcops wegen meines doofen Switches keine Option mehr (siehe ganz unten).

Zitat:
Nutzt du einen der QoS-Mods, oder den Wondershaper des Cops?


Den Standard Wondershaper.

Zitat:
Wie ist denn der Aufbau insgesamt - du musst doch sicher auch den Router der T-Com nutzen, wegen der Telefonie, oder?


Ich nutze zur Zeit eine Fritzbox 7170 "komplett", auch als Router, ganz ohne IPcop. Sonst würde ich sie als ATA hinter den IPcop stellen. Deswegen ist das fehlende QoS ja so bitter.

Zitat:
Wenn du experimentierfreudig bist - hier finden sich sicher ein paar interessierte Leute, die daran mitarbeiten würden.


Das dachte ich mir, aber wie gesagt, aktuell fehlt mir die Zeit. Deshalb habe ich die Infos, die ich hatte, hier reingestellt. Eigentlich braucht jetzt jemand nur noch den VLAN-Kernel übersetzen und die Firewall-Regeln anpassen, plus optional noch testen, wie das mit QoS-NG o.ä. geht, dann ist das fast perfekt.

Das heißt, bis auf das Problem mit dem Multicast und den Switches: Es tritt auf, wenn man die X300T an einen Switch anschließt und nicht direkt an den Router (z.B. W700V/W900V/7170): Die IP-Multicast-Pakete werden von manchen Switches gar nicht, von anderen an alle angeschlossenen Ports ausgeliefert. Im ersten Fall bekommt man nach dem Umschalten eines Senders nach ca. 5 Sekunden kein Bild mehr (weil wegen der anfangs notwendigen Pufferung zuerst die Daten per UDP von einem sogenannten D-Server geholt werden und erst danach per Multicast auf den laufenden Stream umgeschaltet wird), im zweiten Fall kann es Störungen geben, weil der Switch stark belastet wird.
Der Switch muß IP-Multicasting durch IGMP-Snooping unterstützen (teuer!), sonst funktioniert IPTV nicht richtig, bzw. muß die Settop-Box dann direkt an einen Router-Port angeschlossen werden.

Das gilt für alle Router, die nur einen grünen Ethernet-Port haben, z.B. IPcop oder Fritzbox 7050 (zumindest bei Einsatz eines externen Modems). Bei IPcop könnte man ggf. noch die Settop-Box auf das blaue Interface legen.


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 Betreff des Beitrags: Re: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 15.04.2007, 14:03 
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Hallo,

ich habe die Anleitung exakt befolgt, leider funktioniert es nicht. Beim Booten meldet der IpCop einen "Falschen Parameter eth1". Gibt es irgendwo evtl. ein Log, das ich posten könnte?

Code:
# The 'for' loop force driver loading order
for NIC in 0 1.7 2 3
    ETHX="eth${NIC}"


In meiner Original-Datei befindet sich am Ende der "for" Zeile noch ein "do". Ohne "do" tritt beim Booten ein Syntax-Fehler auf.

Enthalten die Code-Ausschnitte evtl. noch weitere Fehler?

Ich bin für alle Tipps dankbar.

Christoph


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 Betreff des Beitrags: Re: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 15.04.2007, 16:20 
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ChriSpi hat geschrieben:
In meiner Original-Datei befindet sich am Ende der "for" Zeile noch ein "do". Ohne "do" tritt beim Booten ein Syntax-Fehler auf.


Ja, war ein Fehler. Korrekt heißt es:

Code:
# The 'for' loop force driver loading order
for NIC in 0 1.7 2 3; do
    ETHX="eth${NIC}"


ChriSpi hat geschrieben:
Enthalten die Code-Ausschnitte evtl. noch weitere Fehler?


Ich hoffe nicht, allerdings gibt es folgende Fehlermöglichkeiten:

1. In neueren IPcop-Versionen wird das 802.1q-Modul eventuell nicht mehr mitgeliefert.

2. Die Hardware für Deine eth1 (ist das Dein rotes Interface?) ist eine andere als die für eth0. Dann klappt das so nicht, Du müßtest dann den RED_DRIVER mit dem Hardwaretreiber belassen und vor dem ifconfig ein "modprobe 8021q" machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: IPcop und VDSL mit 25000/5000 kbit/s (T-Home)
BeitragVerfasst: 15.04.2007, 16:47 
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meyergru hat geschrieben:
1. In neueren IPcop-Versionen wird das 802.1q-Modul eventuell nicht mehr mitgeliefert.

Das 8021q Modul ist auch in IPCop 1.4.15 vorhanden.


Thema verschoben nach -> 1.4.x - IPCop Addons und Modifikationen.

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BeitragVerfasst: 15.04.2007, 18:24 
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@meyergru

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Eth1 ist bei mir das rote Interface, die Hardware ist aber tatsächlich unterschiedlich. Nach der Modifikation mit "modprobe 8021q" tritt jetzt zumindest kein Fehler beim booten mehr auf.

Da VDSL erst morgen geschaltet wird, werde ich in einigen Tagen noch einmal posten, ob es funktioniert hat.

Viele Grüße und vielen Dank,
Christoph


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BeitragVerfasst: 15.04.2007, 20:18 
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ChriSpi hat geschrieben:
Da VDSL erst morgen geschaltet wird, werde ich in einigen Tagen noch einmal posten, ob es funktioniert hat.


Das sollte es. Nur eben nicht die Settop-Box, mangels IGMP V3, wie beschrieben. Dafür braucht man definitiv einen neuen Kernel.

Für das Traffic Shaping kann man eventuell das QoS NG anstelle des eingebauten einsetzen.


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BeitragVerfasst: 20.04.2007, 20:12 
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meyergru hat geschrieben:
ChriSpi hat geschrieben:
Da VDSL erst morgen geschaltet wird, werde ich in einigen Tagen noch einmal posten, ob es funktioniert hat.


Das sollte es. Nur eben nicht die Settop-Box, mangels IGMP V3, wie beschrieben. Dafür braucht man definitiv einen neuen Kernel.

Für das Traffic Shaping kann man eventuell das QoS NG anstelle des eingebauten einsetzen.

Inzwischen ist VDSL geschaltet und funktioniert auch (nach einigen Anfangsproblemen, die aber an der Telekom lagen).

Der ipCop funktioniert mit den Modifikationen ebenfalls. Ich bin allerdings vom IPTV so positiv überrascht, dass ich dies nun primär für die Fernsehwiedergabe verwende und daher den mitgelieferten Router einsetze. Das passt mir zwar nicht ganz, allerdings sind meine Linux-Kenntnisse bei Weitem nicht ausreichend genug, um die IGMP-Funktion zu aktivieren und den Kernel neu zu kompilieren.

Ich werde jetzt warten, bis IGMP ofiziell in unterstütz wird und dann ggfl. wieder auf den ipCop umsteigen.


Viele Grüße,
Christoph


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BeitragVerfasst: 23.04.2007, 13:37 
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ChriSpi hat geschrieben:
Ich werde jetzt warten, bis IGMP ofiziell in unterstütz wird und dann ggfl. wieder auf den ipCop umsteigen.


Da glaube ich nicht wirklich dran, da IGMP allgemein als Sicherheitsrisiko eingestuft wird und daher kaum in den offiziellen IPcop Einzug halten wird (zudem das Feature so abseitig ist, daß es kaum jemand braucht).


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BeitragVerfasst: 23.04.2007, 21:36 
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meyergru hat geschrieben:
Da glaube ich nicht wirklich dran, da IGMP allgemein als Sicherheitsrisiko eingestuft wird und daher kaum in den offiziellen IPcop Einzug halten wird (zudem das Feature so abseitig ist, daß es kaum jemand braucht).


Schade, ich hatte eigentlich gehofft, dass hierrauf eine höhere Priorität liegt. Das mit dem Sicherheitsrisiko ist nachvollziehbar, ich wünsche mit aber eine sichere Firewall, die auch IPTV unterstützt.

Idealerweise möchte ich weder auf Sicherheit noch auf IPTV verzichten.

Viele Grüße,
Christoph


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 10:23 
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Hio!

Ich wollte mich mal grade für die tolle Anleitung bedanken.

Bei uns wurde gestern VDSL geschaltet, nachdem das erste *WUSCH* über den Speedport W700V endlich geklappt hat, hab ich mich daran gemacht, einen neuen Cop zu basteln. Neu aufgesetzt, die Modifikationen eingetragen und runter in den Keller zum Testen. *WUPP* und hat auf Anhieb funktioniert :D

QoS funktioniert so out-of-the-box auch noch nicht, aber damit hab ich gerechnet und werd mich die nächsten Tage mal um ein paar Addons kümmern.

@meyergru:
Ich hab da aber noch eine Verständnisfrage, was ist bei dir das BLAUE Interface?
Bei mir ist die Konfig.: RED (PPPoE) + ORANGE (DMZ) + GREEN (LAN) -> zum Switch zur Weiterverteilung.

Und heißt das jetzt, vorausgesetzt der Switch packt es, ich könnte den Media-Receiver übers LAN im Wohnzimmer mit TV beschicken? Oder krankt das genau an den ICMP-Sachen? (Wir brauchen das VDSL eher wegen der Kapazität an sich, wenn man drüber gelegentlich mal glotzen kann, hat das aber auch was für sich ...)

Merci & Grüßle
löwenzahn


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 10:44 
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Wohnort: Berlin (52.425873,13.728962)
IGMP :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/IGMP

und: Ja - daran wird es scheitern.

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/IPTV unter Broadcast-TV

_________________
Gruß Robert
Meine HardwareCompatibilityList

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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 10:46 
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ChriSpi hat geschrieben:
Schade, ich hatte eigentlich gehofft, dass hierrauf eine höhere Priorität liegt. Das mit dem Sicherheitsrisiko ist nachvollziehbar, ich wünsche mit aber eine sichere Firewall, die auch IPTV unterstützt.

Idealerweise möchte ich weder auf Sicherheit noch auf IPTV verzichten.


Das widerspricht sich aber eben ziemlich krass, da man mit IGMP das Routing-verhalten massiv beeinflussen kann. Ich wünsche mir auch einen Porsche zum Fiat-Preis...

löwenzahn hat geschrieben:
@meyergru:
Ich hab da aber noch eine Verständnisfrage, was ist bei dir das BLAUE Interface?
Bei mir ist die Konfig.: RED (PPPoE) + ORANGE (DMZ) + GREEN (LAN) -> zum Switch zur Weiterverteilung.

Und heißt das jetzt, vorausgesetzt der Switch packt es, ich könnte den Media-Receiver übers LAN im Wohnzimmer mit TV beschicken? Oder krankt das genau an den ICMP-Sachen? (Wir brauchen das VDSL eher wegen der Kapazität an sich, wenn man drüber gelegentlich mal glotzen kann, hat das aber auch was für sich ...)



Es gibt grundsätzlich für IPTV via VDSL zwei Hürden:

1. Der Router/Firewall muß überhaupt IGMP unterstützen. Das tut der IPcop out-of-the-box schon mal nicht (bedeutet: neuer Kernel, viel Gefrickel). Ich erwarte auch nicht, daß das Feature irgendwann kommt.

2. Da IGMP über Broadcasts läuft, muß man einen Switch haben, der das abkann. IGMP-Snooping können nur die teureren Modelle. Als billige Alternative könnte man ein eigenes (blaues oder oranges) Interface am Router/IPcop für den Anschluß der Settop-Box verwenden (geht z.B. bei der Fritzbox 7050 nicht, weil nur ein grünes Interface vorhanden ist).

Ich benutze den IPcop daher zur Zeit nicht. Mit dem Hinweis auf das blaue Interface meinte ich einfach ein eigenes, zweites LAN-Interface, so wie ein separates grünes Interface. An sich soll Blau ja für "unsichere" WLAN-Clients verwendet werden und so könnte man die Settop-Box ja verstehen.

Allerdings habe ich damit gerade massive Probleme, weil die orangen und blauen Interfaces out-of-the-box ziemlich eingeschränkt sind. Angeblich gibt es ein AddOn "BlueAsGreen" bzw. "OrangeAsGreen". Das AddOn EnhancedFiltering ist nicht up-to-date und funktioniert schlicht nicht mehr.

Das Traffic-Shaping ist dagegen mit dem QoS NG vermutlich recht einfach hinzubekommen und somit das kleinere Problem.

Zusammengefaßt heißt das: IPTV via VDSL ist mit dem IPcop ist ein ziemlich steiniger Weg. Ich bleibe zunächst bei meiner 7170 (bis es die 7270 gibt).


Zuletzt geändert von meyergru am 24.04.2007, 10:49, insgesamt 2-mal geändert.

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