C.4. CompactFlash Installationsschritte

C.4.1. Ziel-PC

Sie müssen ermitteln, unter welcher Gerätebezeichnung die CompactFlash Karte in Ihrem PC laufen wird ( /dev/hda, /dev/hdb, /dev/sda, ...)

IPCop unterstützt CompactFlash Karten mit 128 MB, 256 MB, 512 MB und 1 GB. Je größer die Karte, desto mehr Logdaten können gespeichert werden.

Die CompactFlash Version von IPCop benutzt eine 64 MB RAM Disk zum Ablegen der Logdaten, bis sie komprimiert und auf die CompactFlash Karte geschrieben werden. Die RAM Disk wird auch für den Proxy Cache benutzt. Ermitteln Sie, wie viel Speicherplatz Sie für die RAM Disk benötigen. 128 MB werden wahrscheinlich ausreichen.

Da IPCop ein OpenSource Projekt ohne kommerziellen Nutzen ist, geben wir keine Empfehlungen für PCs. Dazu gibt es einige Diskussionen in den IPCop Mailing-Listen.

Wenn Sie ein fertiges Image aus dem Internet verwenden wollen, können Sie die Abschnitte zur Erzeugung des CompactFlash Images überspringen.

C.4.2. IPCop installieren

Als nächstes benötigen Sie ein laufendes IPCop-System mit einer mindestens 500 MB großen Festplatte. Dieses sollte vorzugsweise auf dem Zielrechner oder einem identischen Rechner installiert werden.

Für diese vorbereitende IPCop-Installation kann auch ein vom Original abweichender, physischer oder virtueller PC genutzt werden. In diesem Fall sollten Sie sich über die Hardwareunterschiede bewusst sein. Gegebenenfalls sind dann manuelle Änderungen auf dem Zielsystem nötig.

Wenn Sie einen bereits existierenden IPCop-PC verwenden, sollten zuvor alle Log-Dateien und die Cache-Dateien von Snort gelöscht werden. mkflash würde diese Dateien sonst auf die Compact Flash Karte schreiben. Im späteren Betrieb mit der Compact Flash Karte werden diese Dateien in einer RAM Disk gehalten.

Der einfachste und schnellste Weg, IPCop zu installieren, ist die Verwendung eines bootfähigen CD-ROM Images.

C.4.3. mkflash und zugehörige Dateien

Die zur Erstellung eines Compact Flash Images nötigen Dateien können aus dem CVS-Archiv auf SourceForge.net heruntergeladen werden. Gehen Sie dazu mit Ihrem Internet Browser auf die mkflash CVS-Seiten von IPCop: http://ipcop.cvs.sourceforge.net/ipcop/ipcop/tools/mkflash/?pathrev=IPCOP_v1_4_0 .

C.4.4. mkflash auf den IPCop übertragen

Stellen Sie sicher, dass ssh auf dem IPCop-PC aktiviert ist (siehe IPCop Administrations-Handbuch). Übertragen Sie die mkflash-Dateien in das Home-Verzeichnis von root.

C.4.5. mkflash ausführen

Loggen Sie sich auf dem IPCop als root ein. Das Script mkflash muss zunächst als ausführbare Datei gekennzeichnet werden:

# chmod u+x mkflash

Starten Sie jetzt mkflash. Als Parameter müssen die Größe der Compact Flash Karte sowie die Gerätebezeichnung unter der die Karte später im IPCop laufen soll übergeben werden. Um z.B. ein Image für eine 128 MB große Compact Flash Karte zu erstellen, die als hdc laufen soll, geben Sie ein:

# ./mkflash 128 hdc

Wenn mkflash durchgelaufen ist, existiert die Datei /tmp/nnnflash.img. Diese Datei muss jetzt mittels scp (WinSCP) auf einen anderen PC übertragen werden, um sie auf die Compact Flash Karte zu schreiben.

C.4.6. Schreiben der Image-Datei auf die Compact Flash Karte

Verbinden Sie einen Compact Flash Kartenleser mit Ihrem PC und bestücken Sie ihn mit der Compact Flash Karte.

C.4.6.1. Schreiben der Compact Flash Karte unter *nix

Wenn Ihr PC unter *nix (UNIX, Linux, ...) läuft, müssen Sie ermitteln, unter welcher Gerätebezeichnung der Kartenleser anzusprechen ist.

Führen Sie df aus, um zu sehen, welche physikalischen Geräte verbunden sind und Dateisysteme enthalten. Von diesen aufgeführten Geräten darf keines für das untenstehende dd Kommando benutzt werden. Wenn Sie z.B. mehrere Dateisysteme unter /dev/hdan sehen, benutzen Sie nicht /dev/hda als Ziel für das dd Kommando.

Versuchen Sie, andere physikalische Geräte per mount einzubinden (/dev/hdn1, /dev/sdn1), um herauszufinden, unter welcher Gerätebezeichnung der Kartenleser anzusprechen ist. Wenn das geschehen ist, benutzen sie umount, um den Kartenleser wieder aus der Geräteliste zu entfernen.

Führen Sie dann folgendes Kommando aus:

# dd if=nnnflash.img of=/dev/hdn

Für /dev/hdn setzen Sie die Gerätebezeichnung Ihres Kartenlesers ein, wie Sie sie oben ermittelt haben.

Das Schreiben des Images auf die Compact Flash Karte kann einige Minuten dauern.

Wenn dd abgeschlossen ist, können Sie die Compact Flash Karte mounten und mit ls feststellen, ob die erste IPCop-Partition existiert. Anschließend die Compact Flash Karte wieder per umount aus dem System nehmen.

C.4.6.2. Schreiben der Compact Flash Karte unter Windows

Um ein Image unter Windows auf eine Compact Flash Karte zu schreiben, benötigen Sie ein entsprechendes Programm, z.B. physdiskwrite, erhältlich bei: http://www.m0n0.ch/wall/physdiskwrite.php

C.4.7. Compact Flash Karte installieren und booten

Jetzt kann die Compact Flash Karte in den PC installiert und gebootet werden. Wenn Fehlermeldungen auftreten, die besagen, dass der Kernel nicht geladen werden kann, wurde beim Aufruf von mkflash die falsche Gerätebezeichnung /dev/hda, /dev/hdb angegeben.

C.4.8. Setup aufrufen

Nach der frischen Installation muss noch die Zuordnung der Netzwerkkarten (NIC) und/oder des Modems vorgenommen werden. Dies gilt auch, wenn Sie ein fertiges Compact Flash Image aus dem Internet heruntergeladen haben.

Um dies zu korrigieren und die Passwörter anzupassen, müssen Sie sich auf dem IPCop als root einloggen und setup ausführen.